Richtigstellung zum heute-Journal vom 10.02.2019:

Den folgenden Brief habe ich heute an das ZDF, Redaktion des heute-Journals, geschrieben:

 

Sehr geehrter Damen und Herren.

 

In ihrer Sendung „heute-journal“ vom 10.02.2019 hat Moderatorin Marietta Slomka in ihrer Anmoderation des Berichtes „Kulturkampf: Streit um das Theater“, folgende Aussage getätigt:

„So lehnte die AfD beispielsweise in Braunschweig und Wolfsburg Fördergelder für KZ-Gedenkstätten ab.“

 

Zu sehen unter:

 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-10-februar-2019-100.html

 

oder

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal

 

ab Minute 12:20.

 

Als Vorsitzender der AfD Wolfsburg weise ich diese Aussage entschieden zurück!

Diese Aussage ist eine glatte Lüge und durch nichts zu belegen!

Darum möchte ich einige Fakten klarstellen:

 

1. Die AfD Wolfsburg hat sich von Anfang an für den Erhalt der Überreste des Zwangsarbeiterlagers am Laagberg stark gemacht! Dies sogar entgegen den Plänen der Verwaltung und anderer Fraktionen im Rat der Stadt. Während uns die authentische Lage der Gedenkstätte und damit der örtliche Erhalt wichtig war, ordneten SPD und CDU diese den Bauplänen eines Supermarktes unter! Mit der Folge, dass die Überreste des Lagers ausgegraben wurden und nun an einen anderen Ort verbracht werden und damit ihre Denkmalseigenschaft verloren haben! Dafür können bald Menschen an genau der Stelle shoppen, wo einst Menschen gelitten haben! Die AfD wollte den original-Ort dagegen erhalten und die Planungen des Nahversorgers überarbeiten, konnte sich damit im Rat aber leider nicht durchsetzen (https://ratsinfob.stadt.wolfsburg.de/to010?25&SILFDNR=1000285).

 

2. Die AfD hat vor kurzem in einen Antrag einen Kostenrahmen gefordert, um für die weiteren Planungen ein Budget vorzugeben. Dies haben die anderen Fraktionen im Kulturausschuss abgelehnt (Top Ö 10.2.1. Antrag 2018/0210, https://ratsinfob.stadt.wolfsburg.de/vo020?3&VOLFDNR=1002613&refresh=false).

Die AfD wollte mit dem Antrag erreichen, dass der Stadtrat sich intensiv damit beschäftigt, welche finanziellen Möglichkeiten er hat und darauf basierend realistisch zu kalkulieren, was umsetzbar ist, ohne das Projekt ausufern zu lassen. Die Bürgerschaft sollte dann entscheiden, was ihr am Gedenkort wichtig ist und unter diesen Kostenvorgaben umgesetzt werden soll und was evtl. entbehrlich ist, weil es unter den derzeitigen Haushaltsbedingungen nicht umsetzbar ist. Die derzeitigen Haushaltsberatungen wären für eine Kostenvorgabe der ideale Zeitraum gewesen.

 

3. Es handelt sich in Wolfsburg nicht um eine KZ-Gedenkstätte! Das Lager auf dem Laagberg war als Arbeitslager für das KdF-Automobilwerk vorgesehen. Es war zwar eine Außenstelle des KZ Neuengamme, jedoch kein Vernichtungslager! Hier standen keine Öfen, hier wurden keine Menschen vergast! Natürlich litten Menschen auch in diesem Lager. Von einer KZ-Gedenkstätte zu sprechen, ist jedoch irreführend!

Sie haben vor einem Millionenpublikum die Mitglieder der AfD Wolfsburg und die AfD als solche mit ihrer Lüge diskreditiert! Möglich, dass dies auch das Ansinnen von Frau Slomka, bzw. dem heute-journal gewesen ist. Dies ist so für uns nicht hinnehmbar!

Unseren Standpunkt haben wir immer in die Diskussion eingebracht und ist öffentlich einsehbar, zum Beispiel hier:

 

Rede zur Sondersitzung des Stadtrates am 21.08.2017:

https://ratsinfob.stadt.wolfsburg.de/wicket/resource/org.apache.wicket.Application/pdf:anl2285313!5

 

https://www.afd-kreis-wolfsburg.de/archiv/archiv-2017/diskussion-um-eine-gedenkstätte-am-laagberg-22-06-2017/

 

Niemals haben wir gegen den Erhalt der Überreste des Zwangsarbeiterlagers gearbeitet! Es ist uns immer um den Erhalt der Überreste in einem würdigen Rahmen gegangen!

Jedoch haben wir immer auch darauf gedrängt, möglichst authentisch und wahr zu bleiben, dafür aber mit möglichst wenigen finanziellen Mitteln auszukommen. Unsere Kritik richtet sich hauptsächlich auf die immer weiter ausufernden Pläne und dem fehlenden Kostenrahmen (in der im Moment unter drohendem Haushaltsvorbehalt des Landes stehenden Stadt Wolfsburg).

Es zeigt sich immer mehr, dass zahlreiche Akteure immer mehr Anforderungen an das Projekt stellen, zum Beispiel eigene Räumlichkeiten für Schulungszwecke fordern (ZDB) und damit das Projekt weiter aufblasen.

Wenn Kritik daran schon ausreicht, um der AfD eine generelle Ablehnung anzudichten, dann wird klar, warum die anderen Fraktionen sich keinem Zugeständnis, sei es für die Stadt und damit für die Bürger noch so teuer, widersetzen mögen!

 

Ihre nachweislich falsche Behauptung kann nicht so im Raum stehen bleiben!

 

Ich fordere Sie, die Redaktion des heute-Journal, hiermit auf, die Aussage von Frau Slomka zurück zu nehmen und bestehe auf einer Richtigstellung!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Thomas Schlick

Vorsitzender AfD-Fraktion im Rat der Stadt Wolfsburg

Vorsitzender des Kreisverbandes Wolfsburg der AfD