Kreis-Parteitag in Wolfsburg- Vorstände im Amt bestätigt:

Der Kreisverband Wolfsburg der AfD hat am vergangenen Samstag, den 06.02.2016, einen ordentlichen Parteitag abgehalten. Da seit der Gründung des Kreisverbandes nunmehr 2 Jahre vergangen sind, standen Neuwahlen des kompletten Vorstandes an.

 

Dabei wurden alle Vorstandsmitglieder im ihrem Amt bestätigt.

 

Zuerst gab der alte und neue Vorsitzende, Thomas Schlick, einen Bericht über die Entwicklung der Wolfsburger Gruppe. Demnach konnte die Mitgliederzahl trotz des Richtungsentscheides im letzten Jahr mit 20 Aktiven stabil gehalten werden. Die Organisation habe sich professionalisiert und auch die Medien der Partei von Homepage bis Facebook-Seite werden gut angenommen. Auch habe man die Finanzen gut im Griff: Obwohl die Wolfsburger während der letzten 2 Jahren zahlreiche Aktionen und 15 Infostände in Wolfsburg durchgeführt- und 65000 Flyer verteilt haben, davon alleine 30000 Stück während der Herbstoffensive 2015, gehe man mit einem gewissen Polster in den kommenden  Kommunalwahlkampf. Das liege auch an den fleißigen Spendern und Unterstützern, denen Schlick dafür herzlich dankte.

 

Dass die Anzahl der Mitglieder in einer großen Stadt wie Wolfsburg noch ausbaufähig sei, wäre klar ersichtlich. „Obwohl uns zur Bundestagswahl 2013 und zur Europawahl 2014 jeweils ca. 2500 Bürger ihr Vertrauen aussprachen, ist die Hemmschwelle immer noch hoch, sich zur AfD zu bekennen. Dies scheine sich nun aber zu ändern. Seit August letzten Jahres erreichen uns stetig weitere Anfragen und Mitgliedsanträge, was einerseits an der politischen Lage in Deutschland liege, deren zahlreiche Krisen sich immer weiter verschärfen und sich nicht mehr länger geheim halten lassen und andererseits auch daran, dass man sehe, dass die AfD vor Ort „Leute wie Du und ich“ seinen und eben keine Radikalen.“

 

„Das Chaos das CDU, SPD, Grüne und Linke auf beinahe allen Politikfeldern angerichtet haben, schreit geradezu nach neuen politischen Antworten. Die AfD habe diese seit 2 Jahren immer wieder kommuniziert und stehe weiterhin für eine alternative Politik in Deutschland. Ein „weiter so“ in der Eurokrise, der Zuwanderungskrise, dem Kaputtsparen der Bundeswehr und der Polizei,  wird es mit der AfD nicht geben!“

 

Besorgt zeigte sich Schlick über die Radikalisierung in der Gesellschaft und im politischen Wettstreit. Waren es früher „nur“ gestohlene Plakate und umlagerte Infostände, haben sich heute einige Gegner immer weiter der Gewalt zugewendet. Morddrohungen, Schüsse auf Plakatierer und AfD-Büros, brennende Autos- was die AfD bundesweit aushalten müsse um für ihre politischen Ziele einzustehen, ist ungeheuerlich. In Wolfsburg habe man seit den Schlagring-Attacken im Jahr 2014  dagegen glücklicherweise keine solche Gewalt mehr erlebt.

 

Die Gewalt gehe auch mit Kommentaren einiger Politiker Hand in Hand, welche Andersdenkende als Pack, Schande oder Rattenfänger verunglimpft und damit entmenschlicht. Vielleicht sollte man die „Facebook-Polizei“ auf einige Ministerien ausweiten, schlug Schlick augenzwinkernd vor.

 

Den Hauptaugenmerk werden die Wolfsburger nun darauf legen, weitere Aktive zu finden, die sich am Aufbau der Partei beteiligen wollen. Gerade zur Kommunalwahl brauche man mutige Wolfsburger, die bereit wären, sich jetzt für eine neue Politik einzusetzen und Gesicht zu zeigen.  Darum werde man demnächst Bürgerversammlungen durchführen, bei denen sich Bürger und AfD-Mitglieder kennen lernen können.

 

Da leider immer mehr Wirte Veranstaltungen der AfD, aus Angst vor linksextremer Bedrohung ablehnen, sei die Planung allerdings schwierig.

 

Dieser Kreis-Parteitag hat gezeigt, dass die Wolfsburger Gruppe zwar noch eine der kleinsten in Niedersachsen ist, jedoch guter Dinge und geschlossen Auftritt.

 

In den Vorstand gewählt wurden:

(Bild oben, von links nach rechts): Prof. Dr.-Ing. Winfried Bernhardt, Alexander Schlegel, Thomas Schlick, Krystyna Göpfert, Helmuth Goldenstein, Wilhelm Grohn und Kai Pickerodt.

 

Wolfsburg, 07.02.2016