Pressemitteilungen der AfD Wolfsburg 2014:

Stellungnahme zum Kim-Plakat:

Hallo.

Ich möchte als Vorsitzender der AfD Wolfsburg zu dem Plakat Stellung nehmen, welches die letzten zwei Tage in ganz Deutschland für Furore gesorgt hat (siehe unvollständige Linksammlung am Ende).

Das Plakat, dass ihr unter: http://www.afd-kreis-wolfsburg.de/europawahl/europa-plakate/

auf unserer Homepage sehen könnt, zeigt Kim Jong Un und vergleicht dessen Demokratieverständnis mit dem der EU.

 

Dieses Plakat ist kein Einzelwerk. Es gibt noch einige andere Plakate auf unserer Homepage, die humoristisch überspitzen und damit provozieren. Unter anderem „Hallo, EU-Parlament..“ oder „die Normgurke“. Diese Plakate gibt es nur (oder fast-nur) bei uns, weil es eine lokale- nämlich in dieser Region ausgedachte Aktion ist. Wir haben uns intern über die Bilder beraten und haben festgelegt, welche von der großen Auswahl wir plakatieren wollen.

Letztlich ist das Kim-Plakat aufgrund unserer Bedenken nicht in die Endauswahl gekommen.

Es wurde und wird nicht plakatiert. Es existiert im öffentlichen Raum tatsächlich nur ein einziges Bild -auf unserer Homepage.

 

Natürlich wollten wir (der Ersteller des Plakates und ich) mit diesem Plakat provozieren. Es war sozusagen als Wachmacher im bisher ziemlich lahmen Europawahlkampf gedacht.

Zumindest in dieser Funktion hat das Plakat seinen Auftrag erfüllt, denn wach gemacht hat es Einige.

 

Es ist natürlich Satire und Satire muss einfach völlig überspitzt sein, sonst wirkt sie nicht.

Ob wir damit nun den Geschmack aller Menschen die dieses Bild gesehen- auch getroffen haben, bleibt mal dahingestellt.

 

Wir waren uns im Vorfeld bewusst, dass dieses Motiv auch bei einigen ablehnend aufgenommen werden könnte. Genau darum haben wir es ja bisher nicht im Wahlkampf verwendet- bis die Zeitungen es aufgegriffen haben und es dadurch nun doch noch Wahlkampf gemacht hat.

Wahrscheinlich sind die Redaktionen im Zuge der Recherchen nach dem Angriff vom Osterwochenende darüber „gestolpert“. Vielen Dank an dieser Stelle dafür, dass sie überhaupt mal über die AfD berichten, auch wenn (gefühlt) wieder jedes zweite Wort „rechtspopulistisch“ war.

 

Was danach passierte, hat mich in der geballten Kraft und der Stärke der Reaktionen dann doch überrascht.

 

Zahlreiche Politiker der "Blockparteien" sind in Schnappatmung verfallen.

Reflexhaft wurde darüber in vielen namhaften Zeitungen berichtet und damit die Medienblockade zumindest kurzzeitig durchbrochen. Ralf Stegner (SPD), Volker Beck (Grüne) usw. usw. haben sich dazu (natürlich ablehnend) geäußert.

Die Kommentare der Leser dazu waren gespalten.

Einige fanden das mutig und sind der Meinung, es bringt frischen Wind in den Wahlkampf („Ihr habt wenigstens Eier“, „endlich passiert mal was in diesem lauen Wahlkampf“)  und andere fanden es geschmacklos und ereifern sich nach dem Motto: "Wie kann man nur", „hier werden die Opfer eines Terror-Regimes durch den Kakao gezogen und für Wahlkampf missbraucht“ bis hin zu dem ganz konkreten Vorschlag uns doch mal für ein Jahr nach Nordkorea zu schicken.

 

Für Aufmerksamkeit hat es auf jeden Fall gesorgt.

 

Was wir mit dem Plakat aussagen wollten:

Wir haben versucht, die Demokratie-Defizite der EU und deren teilweise fehlende Legitimation zu thematisieren.

Denn eines ist wohl offensichtlich: Das Plakat polarisiert nicht nur, es enthält auch einen Funken Wahrheit.

Es gibt schließlich viele Bespiele dafür, dass die EU lange nicht so demokratisch ist, wie viele denken:

-       Es wurde in Deutschland nicht über die Einführung des Euro abgestimmt.

-       ebenfalls nicht über die Eurorettung mit Hunderten von Milliarden Kosten.

-       Auch die EU-Verfassung wurde bei uns nicht dem Volk vorgelegt.

-       In Frankreich wurde diese abgelehnt und uns und unseren Nachbarn nach dem „Nein“ als "Vertrag von Lissabon" wieder untergeschoben.

-       In Irland musste mehrfach abgestimmt werden, bis das gewünschte Ergebnis erreicht war.

-       Am Beispiel Schweiz sieht man, dass Demokratien, die ihr Volk befragen anschließend von der EU mit Sanktionen belegt werden.

-       Die geheimen Verhandlungen zum Freihandesabkommen mit den USA (TTIP) und auch das mit Kanada (CETA) zeigen in meinen Augen ein sehr "Jong-sches" Demokratieverständnis. Warum werden Regelungen, die viele Bereiche unseres Lebens betreffen werden- von der Nahrung über den Investitionsschutz bis hin zum Arbeitsrecht, unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt? Das ist einer wahren Demokratie unwürdig!

-       Der Datenskandal der NSA und des britischen Geheimdienstes GCHQ wird einfach nicht aufgeklärt. Es gibt kaum Konsequenzen. Es werden nicht einmal die wichtigsten Zeugen gehört. Dabei ist das Lesen und speichern aller E-Mails, das Überwachen jeder Kommunikation per Telefon, das Fotografieren aller Briefe, das Erstellen von Metadaten und Bewegungsprofilen, das Registrieren jedes Ihrer Klicks im Internet… (was noch alles, frage man besser Edward Snowden) etwas, das eher an einen Überwachungsstaat ala DDR erinnert und  nicht an einen freiheitlichen Staatenbund.

-       Der ESM- der Europäische Stabilitätsmechanismus wird von einem Gouverneursrat kontrolliert,  deren Mitglieder von jeglicher juristischer Verantwortung frei gestellt sind. Sie sind Immun, sind der Geheimhaltung verpflichtet und bestimmen ohne dafür gewählt worden zu sein über riesige Summen.

-       Das EU-Parlament das wir bald wählen dürfen, hat kein Initiativrecht und darf nur über Vorlagen der Kommission abstimmen. Es wurde peinlichst darauf geachtet, dass der Bürger weniger Einfluss auf diese Politiker hat, als die Regierenden der Einzelländer. Einige Politiker erkennen sogar selbst, dass die wichtigen Entscheidungen in Europa ganz woanders getroffen werden (z.B. im Europäischen Rat unter den Staats- und Regierungschefs). Das sah ja auch das Bundesverfassungsgericht so, als es die 3%-Hürde kippte und dazu sinngemäß äußerte, das dieses Parlament eigentlich kein richtiges Parlament und damit unwichtig ist. In die selbe Kerbe schlug Van Rompuy, als er die EU-Wahl quasi für unnötig erklärte, da ja doch keiner hingeht und dem Parlament die Kompetenz für wichtige Entscheidungen in Europa absprach.

-       Es wurden viele internationale Verträge gebrochen, um die Eurorettung durchzusetzen. Immer noch wird durch die EZB eine Niedrigzinspolitik betrieben, die billiges Geld in die Märkte pumpt aber die Spareinlagen der Bürger aufzehrt. Niemand hat die EZB legitimiert das zu tun. Ebenso wenig dazu, Schrottpapiere von Banken zu kaufen und doch passiert es.

-       Warum werden die Bedenken eines Übergroßen Anteiles der Bevölkerung gegen Genveränderte Lebensmittel, Futtermittel und Nutzpflanzen sowie des Frackings ignoriert und diese riskanten Techniken dennoch immer weiter in Europa implementiert? Es ist der undemokratische, korrupte überbordende Lobbyismus der zu einer eigenen Wirtschaft rund um die EU-Politiker geworden ist. Dieser Lobbyismus setzt sich gegen die demokratischen Möglichkeiten der Bürger immer wieder durch- das Kapital gewinnt. Schön zu beobachten z.B. bei den vielen Versuchen, Saatgut von Pflanzen die sich selbst fortpflanzen können aus dem Markt zu nehmen und durch sterile Pflanzen einiger Konzerne zu ersetzen. Hier werden gezielt große Konzerne hofiert, um deren Gewinne sicher zu stellen.

-       Die grassierende Aufnahmeritis die wie ein Schneeballsystem daherkommt: Immer mehr Länder werden in die EU aufgenommen, ohne das dies professionell organisiert wird, geschweige denn dass die Bürger einen Einfluss darauf haben. Die Risiken die daraus entstehen, trägt natürlich stets der Bürger. Krasses Beispiel für den Expansionswahn: Die Nato-Osterweiterung und das Gezerre um die Ukraine.

-       Die vom damaligen, griechischen Präsidenten Papandreou geplante Volksabstimmung der Griechen über das Rettungspaket wurde auf Druck der EU einfach „abgesagt“.

-       Überhaupt scheuen alle großen Parteien in Europa Volksabstimmungen und direkte Demokratie wie der Teufel das Weihwasser.

-       Die EU versucht unseren Alltag zu regeln. Von der Beeinflussung der Schulbildung (Stichwort: Master/ Bachelor vs. Diplom), der Umgangsformen und der sozialen Rollen (Stichwort: Gender) bis zu Frauenquoten und Glühbirnen-Verboten/ Leistungsvorgaben für Staubsauger... Warum die EU jedem Bürger in jedem Land solche Vorschriften machen muss und warum es gut sein soll, alle Länder einander anzupassen, erschließt sich mir nicht.

 

Die Liste ließe sich noch lange fortführen. Aber an dieser Stelle will ich die Besucher dieser Seite nicht länger strapazieren.

 

Deutlich wird aber, dass es viele Demokratie-Defizite in der EU gibt und uns unsere Volksvertreter anscheinend für zu unmündig halten, um mit zu entscheiden (oder genau wissen, warum sie uns besser nicht fragen). Diese Aussagen wollten wir mit dem Plakat transportieren. Wer diesen Brief liest, bei dem hat es geklappt.

 

Immerhin haben wir erreicht, dass das Thema Demokratie-Defizite und die fehlende Legitimation der EU von einer großen Anzahl von Menschen diskutiert wurde (man beachte die Anzahl der Likes unter den Kommentaren).

 

Wir werden das Plakat nun nicht weiter verbreiten.

Ich habe Dutzende von Anfragen, es zur Verfügung zu stellen. Manche wollen es sich ins Wohnzimmer hängen, andere damit ihr Auto bekleben, einige wollen Aktionen damit machen, Zeitungen wollen es verwenden, usw.

Das werden wir natürlich nicht machen!

Das Plakat ist inzwischen bei vielen politisch interessierten Bürgern ausreichend bekannt sofern Sie denn gestern oder heute Zeitung gelesen haben. Das soll reichen.

Wir werden es daher auch nicht rausgeben!

Auf der Homepage werde ich es noch ein oder zwei Tage stehen lassen, damit die Leute die Möglichkeit haben, sich selbst ein Bild über den Grund der Diskussion zu machen.

Wundert euch also nicht, wenn es noch etwas da liegen bleibt, wo es jetzt ist und nicht sofort beseitigt wird (was einige mir in den Kontaktformularen geraten haben).

 

Ich persönlich stehe voll zu dem Plakat.

Ich habe es zwar nicht erstellt, trage aber für die Homepage die Verantwortung.

Ich finde dieses Plakat hat seine Berechtigung.

Man muss auch sehen, dass wir nicht die Ersten sind, die auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erzeugen versuchen. Schon früher gab es bei anderen Parteien überzogene Vergleiche und Satire. Legendär sind z.B. die Plakate von Klaus Staeck. Auch heutzutage gibt es das, wie die Plakate der „die Partei“ zeigen, die teilweise überhaupt nichts mehr mit der realen Welt zu tun haben und die meist so überzogen sind, dass unklar ist, was damit eigentlich außer Klamauk noch erreicht werden soll. Aber bitte: Jeder nach seiner Fasson.

 

Was wir mit dem Plakat nicht aussagen wollten:

Natürlich ist die gesellschaftliche Lage in Nordkorea eine Andere als hier bei uns in der EU und zwar eine furchtbar grausame. Auch existiert innerhalb der EU durchaus noch ein Rest von funktionierender Demokratie, was in Nordkorea nicht der Fall ist.

Es ist schon grenzwertig, sich im Wahlkampf dieses Themas zu bedienen.

Man muss aber auch erkennen, dass wir die allgemeine Lebenslage dieser armen Menschen überhaupt nicht angesprochen haben. Es ging um den Vergleich des Demokratieverständnisses eines Mannes mit der der EU. Wir haben nicht gesagt: “Das Leben in der EU ist so wie in Nordkorea“ oder „Europa entwickelt sich zu einem neuen Nordkorea“

Das wäre auch weit über das Ziel hinaus geschossen.

Selbstverständlich wollten wir uns auch nicht über die Opfer des Regimes in Pjöngjang lustig machen oder diese für unsere Ziele missbrauchen. Wenn das bei einigen Betrachtern des Bildes so rüber gekommen ist, tut es uns leid.

Die Lager voll mit Regimekritikern, die nun schon seit 50 Jahren existieren, sind abstoßend. Diese Gedanken schwingen mit, wenn man Kim Jong Un sieht. Das diese Übertragung bei manchem Betrachter unseres Plakates voll durchkam haben wir wohl unterschätzt, das müssen wir schon zugeben.

Völlig Abwegig waren aber die Versuche einiger Schreiber uns anzudichten, wir würden in irgend einer Weise das Kim-Regime gut finden oder auch bei uns eine Diktatur wollen. Wie man auf diesen Gedanken kommen kann, ist mir schleierhaft. Das Plakat sagt doch gerade aus, dass wir undemokratische Strukturen bekämpfen wollen- das wir Europa und die EU demokratisieren wollen und gerade keine Diktatur bei uns wollen!

 

Letzten Endes ist es mit der Meinungsfreiheit aber auch wie mit einem Muskel: Wenn er nicht gebraucht wird, verkümmert er.

Wir sind natürlich froh, in Deutschland zu Hause zu sein, wo wir die Möglichkeit haben, unsere Meinung frei zu sagen und unter anderem launische Plakate zu machen, ohne gleich in Haft genommen zu werden.

Wir haben gerade in Wolfsburg aber auch schon die andere Seite kennen lernen können, wo unliebsame Meinungen und eben die freie Meinungsäußerung mit Fäusten und Schlagringen unterdrückt wird. Plakate haben wir in diesem und im letzten Wahlkampf schon viele verloren und wir mussten uns letztes Jahr auf unseren Infoständen bedrohen und beschimpfen lassen.

Vergleichend ist Nordkorea natürlich nochmal ne ganz andere Hausnummer, aber sooo frei sind wir in Deutschland nicht mehr, wie man an der Empörung sieht, welches ein einziges Bild auf einer kleinen Internetseite auslösen kann.

 

Bleibt mir zum Schluss noch der Hinweis, unser Programm zu lesen. Auf dieser Homepage könnt ihr das machen. Dann werden vielleicht auch diejenigen, die uns alles Mögliche andichten, sehen, dass unsere Forderungen nicht wirr sind und nicht radikal und auch nicht faschistisch.

 

Vielleicht werden dann wieder Sachfragen diskutiert.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Schlick

 

Angriff auf zwei unserer Wahlhelfer in Wolfsburg:

 

Nach unseren Erfahrungen vom letzten Jahr (z.B. den Bedrohungen an unseren Infoständen in der Wolfsburger Innenstadt während des Bundestags-Wahlkampfes) und nachdem diese Woche schon 3 unserer Großplakate beschädigt - und zahlreiche A0-Plakate noch am selben Tag der Anbringung herunter gerissen wurden, mussten wir  in der Nacht vom Ostersamstag auf den Ostersonntag den hoffentlich letzten Höhepunkt in der Reihe der Gewalt gegen unsere Partei und ihre Mitglieder erleben.

Zwei unserer Wahlhelfer wurden beim Anbringen von Plakaten von offensichtlich zur linken Szene gehörenden Personen abgepasst und angegriffen.

Mit den Worten "Ich bring dich um" und einem Schlagring ging´s zur Sache.

Es gab u.a. einige Blessuren, kaputte Kleidung, eine kaputte Brille und einen eingeschlagenen Zahn.

Die Angreifer konnten überwältigt- und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.

Es wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.

 

 

Wir, die Mitglieder der AfD Wolfsburg, verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste!

 

 

Die hier Agierenden setzen die Gesundheit und das Leben von Menschen aufs Spiel, um „ihre Wahrheit“ mit Gewalt statt mit politischem Disput durchzusetzen.

Dabei ist es Ihnen anscheinend auch völlig gleich, wer, diese Menschen sind, die Sie da angreifen, ob Sie Sie kennen oder ihnen- so wie wir- unbekannt sind, ob diese Andersdenkenden der rechten Szene entstammen oder- wie in unserem Fall- überhaupt nichts mit dieser Szene zu tun haben.

Es geht Ihnen um Meinungsunterdrückung und die Beseitigung von Demokratie so wie wir Sie verstehen.

Ein solches Verhalten beschneidet nicht nur unser persönliches Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, sondern ist auch ein Angriff auf die Regeln unseres Rechtsstaates als Solchen.

 

 

Die AfD vertritt eigene Positionen und versucht neue Lösungen für die vielfältigen Probleme in unserem Land auf politischem Wege zu finden und durchzusetzen.

Dieses Anliegen ist legitim. Und es entspricht dem, was auch andere Parteien für sich beanspruchen.

 

 

Der Versuch, diese neue politische Kraft mit Gewalt zu unterdrücken ist zutiefst undemokratisch und durch nichts zu rechtfertigen!

Vorzugeben, dadurch Radikale in die Schranken zu weisen und damit die Toleranz in unserem Staat zu schützen, invertiert die Realität zu einem Zerrbild.

Tatsächlich ist es genau dieses Vorgehen, welches die Toleranz und Demokratie in Deutschland beschädigt und es erinnert stark an die Vorgehensweisen der verschiedenen Lager in der Weimarer Republik.

 

 

Die AfD und die von Ihr vertretenden Positionen sind weder radikal noch faschistisch!

 

 

Solche Positionen setzten und setzen sich in der AfD nicht durch!

Die AfD ist und bleibt eine dem Grundgesetz verpflichtete Partei der Mitte.

Nicht umsonst nehmen wir Menschen aus bestimmten, undemokratischen und extremistischen Gruppen nicht als Mitglieder auf!

 

 

Um ehrlich zu sein bezweifeln wir, dass die Angreifer vom Samstag jemals unser Programm und die darin enthaltenen Forderungen gelesen, geschweige denn verstanden haben.

Es finden sich darin unter anderem freiheitliche, soziale, konservative Positionen.

Wir grenzen niemanden aus- auch Asylsuchende und Migranten nicht.

Wir wollen nicht die Demokratische Grundordnung beseitigen, sondern sie wiederherstellen!

Was kann zum Beispiel demokratischer sein, als in wichtigen Dingen das Volk zu befragen?

Was kann annehmender sein, als Asylsuchenden eine Arbeitsaufnahme zu ermöglichen um dadurch eine bessere Integration zu erreichen?

Was stimmt nicht an der Forderung, bestehende Regelungen einzuhalten (wie bei der Eurorettung massiv missachtet) und verbindliche, nachvollziehbare Regelungen, z.B. bei der Einwanderung zu schaffen?

Was macht uns verdächtig, „rechts“ zu sein, wenn wir die Bankenrettung zu Lasten der Bürger anprangern?

Warum soll es falsch sein, als hier Lebende, christliche Werte zu vertreten?

 

 

Wir würden uns wünschen, dass sich die mit uns im politischen Wettstreit stehenden Parteien von solchen Angriffen und den dahinter stehenden Gruppen distanzieren und gemeinsam ächten.

 

 

Wir würden es gerne sehen, wenn sich unsere politischen Gegner in dieser Sache an unsere Seite stellen und eins ganz deutlich aussprechen:

Politische Differenzen dürfen niemals Anlass für Gewalt sein!

Sie sind so, wie es unter demokratischen Parteien in Deutschland üblich ist, durch die Debatte, durch These und Antithese und das Werben um die Mehrheit auszutragen!

 

Wir sind bereit, trotz der vielleicht unterschiedlichen Meinungen über die Ziele und den besten Weg dahin, mit allen anderen demokratischen Parteien in einen fairen Wettstreit zu treten. Wir wollen um die Sache und die Inhalte reden.

 

Aber wir sind auch entschlossen, unser demokratisches Grundrecht weiter auszuüben und es notfalls auch zu verteidigen!

Bericht von der Gründung des Kreisverbandes Wolfsburg der Partei Alternative für Deutschland:

 

Am 03.12.2013 trafen sich 20 Aktive der Partei Alternative für Deutschland in der VfL Gaststätte am Elsterweg um einen bisher weißen Fleck auf der Landkarte in einen Blauen zu verwandeln- auf der Tagungsordnung stand die Gründung eines Kreisverbandes für Wolfsburg.

Die Partei, die sich erst im April dieses Jahres gegründet hatte und bei ihrem ersten Auftritt- der Bundestagswahl am 22.September- ein beachtliches Ergebnis von 4,7 Prozent erreichen konnte, wurde in Wolfsburg bisher kommissarisch koordiniert.

„Zuerst galt es, den Bundestagswahlkampf in extrem kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Mit einem kleinen Budget und wenigen Mitgliedern mussten wir von Null auf Hundert 1500 Plakate anbringen, rund 18000 Flyer verteilen und 5 Infostände organisieren. Da war keine Zeit, eine Organisation aufzubauen. Das holen wir nun nach“ so der bisherige Koordinator Thomas Schlick. „Die Zeit nach der Bundestagswahl haben wir allerdings gut genutzt! In regelmäßigen Treffen und während eines Workshops am Wochenende haben wir nicht nur Ziele für unsere Stadt definiert, sondern uns auch viel besser kennen gelernt. Die Gruppe ist nun geschlossen und bereit für die kommunale Arbeit“. Dass sich die AfD weiter vernetzt, das sah man auch daran, dass aus der Region viele AfD-Mitglieder zur Kreisgründung der Nachbarn gekommen waren. Denis Deppe (der Kreisvorsitzende) und Klaus Harig (der Direktkandidat) aus Braunschweig waren genauso angereist, wie Andreas Wegener, der Vorsitzende des Kreisverbandes Gifhorn-Peine. „In der Alternative für Deutschland rückt man eng zusammen, um sich gegenseitig zu stützen. Da ist es selbstverständlich, dass wir unseren Nachbarn bei diesem wichtigen Schritt helfen.“ So der Peiner Kollege. Vom Landesvorstand überbrachte sein stellvertretender Vorsitzender, Dr. Dr. Matthias Dorn, einige Grußworte: Er sei stolz auf das bisher geleistete und freue sich auf den bevorstehenden Europawahlkampf im nächsten Frühjahr. „Das ist unsere große Chance, die Menschen für unsere Sache zu begeistern und von unserem Weg für Europa zu überzeugen“.

Nachdem die Satzung beschlossen war, wurde der erste Vorstand gewählt.

Die große Geschlossenheit sah man an den vielen einstimmigen Ergebnissen.

 

Gewählt wurden:

Zum Vorsitzenden: Thomas Schlick

Zum stellvertretenden Vorsitzenden: Armin Wülker

Zum Kassenwart: Markus Schmidt

Zur Schriftführerin: Elvira Dresler

Beisitzer wurden: Winfried Bernhardt, Wilhelm Grohn und Alexander Marquardt.

 

Und was sind die kommunalen Programmpunkte der Wolfsburger AfD?

„Erstmal wollen wir unsere noch junge Partei weiter bekannt machen und den Europa-Wahlkampf erfolgreich bestreiten. Hier genügen schon 3% um in das Parlament einzuziehen“.

„Darüber hinaus haben wir natürlich auch kommunale Ziele: Wir möchten das Wachstum der Stadt Wolfsburg kritisch begleiten. Schwierigkeiten sehen wir hier besonders bei der starken Innenstadt-verdichtung und der Ausweisung von genügend Abstellmöglichkeiten für PKW in den angedachten Baugebieten. Gerade die Lage am Schloss und der Bereich zwischen dem Steimker Berg und Nordsteimke wird sich dadurch verschärfen“, so der neu gewählte Vorsitzende. Die Verkehrs-Infrastruktur sollte zuerst überdacht werden, bevor man hier weiter macht. Unsere Partei hat schon im Bundestagswahlkampf mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz gefordert. Dies könnte auch in Wolfsburg der Schlüssel sein. Die Stadt sollte den Mut haben, solch wichtige Entscheidungen durch die Bürger fällen zu lassen. Dann würden Themen wie das Glasdach, die neue Bücherei, aber auch ein mögliches Hotel am Allersee entweder auf breite Füße gestellt, oder aber schnell von der Tagesordnung verschwunden sein“. „Der Bürger hat oft ein genaues Bild davon, was er sich für seine Stadt wünscht, was er als wichtig für die Stadtentwicklung sieht. Hier unterschätzt die Politik möglicherweise die Bürger in ihrer Weitsicht“.

Als weiteren Schwerpunkt sieht die Partei die Kinderbetreuung in der stark vom Schichtdienst bestimmten Stadt. „Wir brauchen gerade in den Ferien mehr Angebote. Nicht alle Schulen bieten eine Betreuung für Alle an. Halbtags Arbeitende werden oft nur unzureichend berücksichtigt. Außerdem sind viele Angebote mit zusätzlichen Kosten verbunden. Wolfsburg sollte auch über eine 24-Stunden-Kita nachdenken“.

 

„Bei der letzten Wahl haben uns 2437 Wolfsburger gewählt. Dafür bedanken wir uns sehr“ fuhr Thomas Schlick fort. „Das ist ein enormer Vertrauensbeweis und ein großes Potential. Wenn wir einige dieser Menschen nun auch von unserer kommunalpolitischen Sicht überzeugen können, können wir noch viel bewegen. Daran mitzuwirken, dazu laden wir die Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger ein“.

 

Die Wolfsburger AfD ist über die Intenet-Präsenz: www.afd-kreis-wolfsburg.de zu erreichen.

 

Stammtisch:

 

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD), Wolfsburg, die am 22.September zur Bundestagswahl antritt, lädt alle Interessierten zu einem offenen Stammtisch ein um die Partei und ihr Programm kennen zu lernen. Jeden Montag ab 19:00 Uhr können in der Gaststätte „Paulaner Botschaft“ in der Porschestraße 102 in Wolfsburg (Südkopfcenter) Mitglieder und Nicht-Mitglieder zusammenkommen, um mit einander zu diskutieren und ihre Meinungen auszutauschen. "Natürlich hoffen wir auch, dass sich der Ein- oder Andere unserem Wahlkampf anschließt", so die Koordinatoren. "Wir wollen aber auch den einfach nur Interessierten einen Ort bieten, wo sie uns erstmals kennen lernen können. Schließlich ist die Alternative für Deutschland in unserem Gebiet bei einigen noch recht unbekannt". "Und schließlich wollen wir auch hören, was die Bürger beschäftigt und wie Sie die politische Situation in Deutschland sehen".

 

"Die Alternative für Deutschland ist eine sehr junge Partei, die sich erst im April dieses Jahres gegründet hat. Daher sind wir natürlich besonders interessiert daran, Feedback von unseren Mitmenschen zu bekommen, um uns richtig zu positionieren und aufzustellen".

 

 

Infostände:

 

An den folgenden Samstagen bis zur Wahl richtet die Partei "Alternative für Deutschland", Gruppe Wolfsburg, Infostände in der Stadtmitte aus, bei denen sich die Bürger über das Wahlprogramm der AfD informieren können.

 

Und zwar am-: 

 

Samstag, den 31.08.13, von 10-19 Uhr auf dem Hugo-Bork-Platz unter dem Glasdach

 

Samstag, den 07.09.13, von 10-19 Uhr in der Porschestraße Mitte vor der City-Galerie

 

Samstag, den 14.09.13, von 10-19 Uhr auf dem Hugo-Bork-Platz unter dem Glasdach

 

Schließlich haben wir noch einen größeren Infostand geplant, auf dem der Landesvorsitzende der AfD Niedersachsen, Herr Ulrich Abramowski, sprechen wird und wir als Blickfang die sogenannte "Eurowehr" präsentieren werden. Dieser Infostand wird am-:

 

Freitag, den 13.09.2013, von 10-19 Uhr in der Porschestraße Mitte vor der City-Galerie

 

stattfinden.

 

Die Rede des Landesvorsitzenden wird für den Nachmittag erwartet.

 

Alle Interessieren sind herzlich eingeladen mit uns zu diskutieren und sich über die Ziele der "Alternative für Deutschland" zu informieren.