Diskussion um eine Gedenkstätte am Laagberg 22.06.2017:

Update 27.06.2017:

Mir klingeln die Worte von Herrn Pollock noch in den Ohren. Er hatte unmissverständlich gesagt, dass die bröseligen Fundamente nicht den ganzen Sommer so daliegen können und vor allem der Regen die- mit magerer Betonmischung hergestellten und daher sehr sandigen- Fundamente stark schädigen können.
Und daher gab es ja auch die Sondersitzung des Kulturausschusses noch VOR der Sommerpause. Es rächt sich nun, dass Herr Oberbürgermeister Mohrs mal eben die Verwaltungsvorlage zurück zieht und damit die Beratungen im Vorfeld und auch die guten Gründe, für eine Entscheidung torpediert hat.
Ich hatte noch im Anschluss an die nicht-öffentliche Sitzung- bevor der Stadtrat auseinander ging- exakt das Problem angesprochen und gemahnt, dass genau sowas nicht passieren darf. Nämlich dass wir im August wieder zusammen kommen und dann hat sich der OB sortiert und dann gibt es nichts mehr, was man erhalten kann, weil die Sommertemperaturen und die Sommerregen ihr Werk getan haben.
Vernunftbegabte Menschen konnten das absehen. Linke Politiker brauchen anscheinend immer erst ein Bild vor Augen, zum Beispiel ein Foto von der Baustelle voll Wasser, damit Sie es begreifen. Dabei war das Problem seit spätestens Mittwochabend vorhersehbar.
Herr Hirschheide hatte mir auf meine direkte Ansprache übrigens zugesagt, dass eine Sicherung auf jeden Fall durchgeführt wird. Ich hoffe, das kommt noch, denn für die ursprünglich von Herrn Pollock geplante Sicherung bräuchte es 30 000 Euro und würde eine Verbringung der Fundamente an einen sicheren Ort beinhalten. Und genau das- ein Sicherungskonzept- hatte ich in der ersten Sitzung des Kulturausschusses angesprochen. Nun haben wir aber keinen Stadtratsbeschluss dazu. Die Verwaltung muss nun selbständig im Sinne des Rates handeln, um größeren Schaden zu vermeiden! Eine Vorfestlegung ob Verlegung oder nicht ist aber zu vermeiden. Diese Entscheidung ist dem Stadtrat vorbehalten!

 

Thomas Schlick, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat Wolfsburg
Wolfsburg, 27.06.2017

 

Die Artikel auf die ich mich beziehe:

http://www.waz-online.de/…/Planen-schuetzen-die-KZ-Ueberres…

http://www.wolfsburger-nachrichten.de/…/Sorge-um-die-Fundam…

 

 

Zu der Diskussion um eine Gedenkstätte am Laagberg hatte ich eine Rede für die gestrige Ratssitzung vorbereitet.

Nachdem Herr Oberbürgermeister Mohrs die Verwaltungsvorlage zurück gezogen hatte, konnte über den Tagesordnungspunkt nicht mehr beraten werden.

Ich möchte daher die Stellungnahme unserer Fraktion, die für gestern geplant war, gerne zur Information veröffentlichen und zudem Stellung zu der neuen Entwicklung nehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Schlick

Rede zum Zwangsarbeiterlager Laagberg 20
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