Am Mittwoch, 03.02.2016, gegen 13:10 Uhr, wurde die Arnsberger AfD-Ratsfraktion von der Polizeileitstelle des Hochsauerlandkreises darüber informiert, dass mindestens zwei Geschosse die Frontscheibe des AfD-Fraktionsbüros in der Alt-Arnsberger Innenstadt durchschlagen haben.

Aufmerksame Passanten hatten dieses zuvor der Polizei gemeldet.

Als die ersten AfD-Vertreter am Tatort eintrafen, war dieser bereits großräumig durch Beamte der Hüstener Polizeiwache abgesperrt worden.
Fußgänger wurden auf die gegenüberliegende Straßenseite umgeleitet.

In der großen Frontscheibe waren indes drei Einschusslöcher zu erkennen.
Zwei Projektile hatten offenbar die Schaufensterscheibe durchschlagen.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern noch an.
Ebenso hat die Abteilung Staatsschutz des Polizeipräsidiums Dortmund ihrerseits die Ermittlungen aufgenommen.
Eine weitergehende Spurensicherung des zuständigen Arnsberger  Kriminalkommissariats, mit Unterstützung des LKA Düsseldorf, ist für den 04.02.16 vorgesehen.

Die Arnsberger AfD-Mitglieder zeigten sich entsetzt, denn das Fraktionsbüro steht jedem Bürger für seine Anliegen offen und auch die AfD-Ratsfraktion hält hier ihre regelmäßigen Fraktionssitzungen ab.
Ob es sich bei den Einschusslöchern um Projektile aus einem Gewehr oder einer Pistole, oder um abgeschossene Stahlkugeln aus einer sogenannten „Zwille“ handelt, konnten die vor Ort ermittelnden Beamten noch nicht abschließend feststellen.
Der entstandene Sachschaden wird mit ca. 4000 – 5000 Euro angegeben.

Hierzu erklärte der Fraktionssprecher der AfD-Fraktion im Rat der Stadt Arnsberg, Jürgen Antoni:
„Nach mehreren Farbschmierereien in der Vergangenheit und den aktuellen Vorkommnissen, bei denen Gastronomen in Arnsberg und weiteren Teilen des Sauerlands, so unter Druck gesetzt wurden, keine Veranstaltungsräume an die AfD zu vermieten, ist diese Attacke auf eine demokratisch legitimierte und von den Arnsberger Bürgern in den Stadtrat gewählte Partei, nun der negative Höhepunkt der Eskalation. Wer so etwas macht, der geht auch bewusst das Risiko ein, Menschen zu verletzen oder gar zu töten.“