Ereignisreiches Wochenende- ein Bericht (05.09.2016):

Dieses Wochenende war sehr ereignisreich.

Zum einen vor allem positiv!

 

Weil die AfD in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Stand heraus auf fast 21 Prozent der Stimmen kam.

 

Das ist ein phantastisches Ergebnis, dass noch dadurch abgerundet wird, dass Die AfD noch vor der CDU auf Platz zwei  kommt und gleichzeitig die Grünen aus dem Landtag geflogen sind.

 

Ein guter Tag für Mecklenburg-Vorpommern!

 

Herzlichen Glückwunsch an Leif-Erik Holm und seine Mannschaft!

 

Zum anderen haben wir, die Niedersachsen damit eine gute Vorlage für die Kommunalwahlen am nächsten Sonntag bekommen.

 

Um diese gute Vorlage jedoch verwandeln zu können, müssen wir selbst gute Arbeit leisten und uns anstrengen. Noch ist Wahlkampf, da heißt es, mit guten Aktionen auf sich aufmerksam zu machen.

 

Deshalb haben wir in Wolfsburg schon 6 Infostände abgehalten und 35 000 Flyer verteilt. Wir haben 530 Plakate aufgehängt und eine Bürgerversammlung durchgeführt.

 

An diesem Wochenende haben wir  eine weitere Bürgerversammlung abgehalten, die wir in den Wolfsburger Nachrichten und der Wolfsburger Allgemeinen mit Annoncen beworben hatten.

 

Zu Gast war der Landesvorsitzende der AfD Niedersachen, Armin Paul Hampel, der auch Mitglied des Bundesvorstandes ist.

Paul Hampel hielt im „Treffpunkt“ in Westhagen eine sehr gute, sehr sachliche Rede, die viel Bezug zu Wolfsburg und VW hatte, so z.B. den Abgasskandal und die Strafzahlungen mit denen VW konfrontiert wird.

 

Der Raum war sehr gut und die Bedienung nett.

Beides trifft auch auf die Beamten der Polizei zu, die die Veranstaltung schützten.

 

Denn vor dem Lokal hatten sich einige Linke versammelt, mit denen sich mehr und mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund in ihrer Ablehnung von Demokratie, freier Meinungsäußerung und Deutschland als Ganzes vereinten.

Immer wieder riefen Sie „Nazis raus“ „Bomber Harris mach´s nochmal“ und „scheiß Deutschland“.

 

Aggressiv pöbelnd und beleidigend mit Ausdrücken wie “scheiß Nazi-Votze“ oder „ich ficke deine Mutter du scheiß Hurensohn, du scheiß Deutscher“, versuchten sie die anwesenden AfDler und Gäste zu provozieren, versuchten sogar sie anzuspucken.

 

Unsere Leute ließen sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen und so konnte die Veranstaltung mit der wie schon erwähnten, tollen Rede von Paul Hampel wie geplant durchgeführt werden. Es gab Getränke, Informationen und der Deutschlandfunk war auch da.

 

Der Abbau und die Abreise gestalteten sich allerdings schwierig, weil die Polizei zu wenige Leute im Einsatz hatte und die aggressiven Pöbler „auf Tuchfühlung“ heran ließ.

Bei Beleidigern, die unsere Damen mit  „Drecks-Votze“ oder „Nazi-Hure“ titulierten, wurden nicht die Personalien fest gestellt, obwohl wir mit Nachdruck dies einforderten um Anzeige zu erstatten. Die Beamten nahmen die Anzeigen jedoch nicht auf und stellten auch keine Personalien fest, weil man anscheinend mittlerweile Deutsche Frauen in Westhagen ungestraft „Nazi-Votzen“ nennen darf.

 

Von einer Gruppe Beamten wurde das Abbau-Team bis zu den Autos begleitet.

 

Ein älteres Paar, das unsere Veranstaltung als Gäste besucht hatte, musste jedoch von dort zu Fuß den Heimweg antreten und hatte dabei Begleitung der unangenehmen Art. Da die Polizisten niemanden der Pöbler aufhielten, bis sich die Gäste zurückgezogen hatten, kam es zu einer Verfolgung durch halb Westhagen!

Linke Demokratie-Verhinderer die das Ehepaar, welches sich sehr bedroht und unsicher fühlte quasi durch den Stadtteil „begleitete“.

Unglaublich!

Ein Unding! Wie kann es sein, dass diese Chaoten nicht daran gehindert wurden, einzelnen Besuchern nachzustellen?

In was für einem Land leben wir eigentlich?

 

Die Presse stellt das natürlich alles als harmlose Schubsereien hin. Geradezu lächerlich.

http://www.wolfsburger-nachrichten.de/lokales/Wolfsburg/schubsereien-bei-veranstaltung-der-afd-in-westhagen-id2421728.html

 

Es ist schon traurig genug, wenn man sowas beobachtet und es ist noch viel trauriger, wenn man sich die Entwicklung noch 10 Jahre weiter denkt.

Das bringt einen echt um den Schlaf.

 

Allerdings brauchen sich nicht viele Wolfsburger diese Sorgen um ihren Schlaf zu machen.

Es fanden sich nämlich außer den Mitgliedern der AfD, den Rednern und Polizisten gerade einmal 20 Interessierte in dem Saal ein. 20 Bürger von 123 000.

Nun weiß ich nicht genau, ob es an dem Bedrohungspotential unserer Gegner liegt, dass nur so wenige kommen oder ob die Bürger dieser Stadt vielleicht einfach zu träge sind, um sich mal aus ihrem Sessel zu erheben und sich für ihr Land und ihre Stadt einzusetzen oder zumindest mal zu informieren. Vielleicht müssen wir auch noch mehr Werbung machen um mehr Leute zu erreichen.

Wobei man sagen muss, dass unsere Gegenprotestler diese Werbung als „Veranstaltungshinweise“ regelmäßig kostenlos bekommen, wir diese Werbung weiterhin zahlen müssen.

Natürlich schießt einem auch mal so ein Gedanke durch den Kopf wie „vielleicht geht es den Wolfsburgern einfach noch zu gut“ und vielleicht ist das auch so.

Wer noch was zu verlieren hat, der möchte sich lieber nicht zeigen.

Es ist ja auch nicht schön, sich mit Politik zu befassen, wenn Fußball im Fernseher läuft oder der Rasen noch gemäht werden muss. Es macht Mühe.

 

Man bekommt keine soziale Anerkennung dafür, sondern im Gegenteil in den Medien den Verriss, beim politischen Gegner nur immer dieselben Plattitüden, vielleicht gibt’s Probleme am Arbeitsplatz und auch die sogenannten „gesellschaftlichen Kräfte“ grenzen einen aus.

 

Bestes Beispiel dafür war die Aktion zur Kommunalwahl der IG-Metall-Jugend am Samstag.

 

Dort wurden in der Porschestraße vor Müller große Kackhaufen (aus Bauschaum gebastelt) platziert (mit einem Fähnchen drin und angedeutetem AfD-Logo) und Zetteln mit dem inhaltsvollen Aufdruck „Alternative für Dumme“ verteilt.

Die IG-Metall-Jugend hatte ursprünglich vor, unseren Infostand, der zur gleichen Zeit am gleichen Ort geplant war zu torpedieren. Durch einen anonymen Hinweis erfuhren wir, welche Aktionen da geplant waren.

 

Schon Anfang der Woche noch bevor wir den Hinweis bekamen hatten wir unseren Standort in Absprache mit dem Ordnungsamt vor die City Galerie verlegen lassen.

 

Als uns der Hinweis auf die Aktion der IG-Metall-Jugend erreichte, schrieb ich den ersten Bevollmächtigten der IG-Metall, Herrn Erb an.

Einen Tag vor dem Infostand seiner Jugendorganisation hätte er noch intervenieren können. Tat er aber nicht!

Stattdessen bekam ich keine Antwort auf meine E-Mail (wohl aber eine Lesebestätigung).

 

( http://www.igmetall-wob.de/termin/cal/termin/termin/infostand-aufruf-zur-kommunalwahl/datum/2016/09/03/ )

 

Das lässt mich vermuten, dass der Mann, der an der Spitze der IG-Metall Wolfsburg steht und sich gleichzeitig auf Listenplatz Zwei auf der Liste der SPD zur Wahl stellt, die Aktion zumindest billigte und damit die IG-Metall, eine Gewerkschaft, die politisch überparteilich sein will, für seinen Wahlkampf- ich will nicht sagen einspannt, aber es auch nicht verhindert hat, dass sich seine Mitglieder unter dem IG-Metall-Banner in die Kommunalwahl einmischen.

 

Wie ist es sonst zu erklären, dass die Aktion, genauso wie es uns zugetragen wurde, stattfand?

 

Was mich daran besonders ärgert ist, dass ich selber nicht nur Vorsitzender der AfD in Wolfsburg bin, sondern auch schon zwei Jahrzehnte Mitglied der IG-Metall bin, davon einige Jahre Vertrauensmann war. Da könnte man meinen, dass man mit dem Kollegen das offene Wort sucht, aber daran ist die IG-Metall-Führung anscheinend nicht interessiert. Ich für meinen Teil kann nicht verstehen, warum die AfD nicht mit Gewerkschaftlichen Grundsätzen vereinbar sein soll. Ich denke, viele Gewerkschaftler sehen das ähnlich, sonst würden wir bei Wahlen nicht bis zu 20% unserer Wähler aus dem Gewerkschaftskreis erhalten. Scheinbar wählen halt auch Gewerkschafter AfD, ebenso wie frühere SPD-Wähler und frühere CDU-Wähler und frühere Grünen-Wähler usw. und ich lasse mir auch von meiner Gewerkschaft nicht vorschreiben für welche politische Richtung ich mich engagiere!

 

„Kackhaufen mit AfD-Fähnchen drin“ und „Alternative für Dumme“. Ist das die Antwort auf unsere Herausforderung?

 

Das ist ein unsachliches, peinliches, Armutszeugnis!

 

Kindergartenniveau von Leuten, die die AfD laut eigener Reden bei Sachthemen packen wollen und sie „argumentativ entzaubern“ wollen,

Traurig. Ein geistiges Level ala „Pipikacka, die sind doof“.

 

Es waren allerdings nicht die ersten Hindernisse, die auf unserem Weg zu nehmen waren.

Die Sache mit den Räumlichkeiten, die uns immer wieder verwehrt wurden, haben Sie bestimmt in der ein- oder anderen Zeitung verfolgt.

Aber es gibt strukturelle Behinderungen in quasi allen Bereichen, wo auf alle erdenklichen Art und Weisen versucht wird, uns Seine in den Weg zu legen.

Da wäre z.B. der Fall, dass ein Unternehmen nach 2-wöchentlichen Verhandlungen und 2 Angeboten im Vorfeld plötzlich keine Aufträge von der AfD annehmen möchte und wir daher bei der Plakate-Bestellung in Probleme gerieten

Da ist der Fall, dass ein privater Verein die WBG nötigt, uns die Räume im Centro-Italiano wieder zu entziehen (die WBG ist eine 100%ige Tochter der Stadt und hätte sich eigentlich neutral verhalten müssen. Jetzt im „Treffpunkt“ ist ihnen das zum Glück wieder eingefallen).

 

Aber da gab es auch die Fälle, dass ein Infostand bedrängt wurde und wir den letzten Infostand am Samstag wegen der undemokratischen Aktion der IGM-Jugend nicht abhalten konnten. Da sind die vielen Fälle, wo unsere Plakate zerstört werden oder in Zeitungen abwertend und nicht objektiv berichtet wird, oder wie bei dem Fall vom Wochenende etliches weggelassen wird.

 

Andererseits:

Mittlerweile bekommt man schon sehr viel mehr Zuspruch auf der Straße, beim Infostand, beim Flyer-austragen. Da sind Menschen, die sagen „ich wähle euch sowieso“ oder „endlich bekommen wir mal Flyer von Ihnen- hab schon drauf gewartet“.

Das ist schön und macht Mut.

 

Allerdings kandidieren für die AfD 7 Personen.

Es könnten wesentlich mehr sein, wenn die Bürger endlich aufwachen würden.

Man kann nur jemanden wählen, der sich zur Wahl stellt, man kann nur einen Flyer lesen, wenn er verteilt wird. Man kann nur eine tolle Rede hören, wenn man hin geht.

 

Wenn die Deutschen aufhören, sich für Ihre Demokratie einzusetzen, dann ist sie verloren!

 

Sie haben nun gesehen, was passiert, wenn die AfD so, wie jetzt in Mecklenburg-Vorpommern, ein tolles Ergebnis von 21 Prozent holt und alle anderen Parteien massive Verluste haben:

 

Die etablierten Parteien haben nichts, aber auch gar nichts daraus gelernt!

„Den Biedermännern die Maske herunterreißen um ihre Fratzen zu zeigen“, hörte ich in der ersten Live-Schaltung. Das zeigt mir, dass es so weiter geht. Vielleicht bekommt nun die AfD ihren „Schweriner Weg“, damit kein Antrag der AfD durch geht.

Dieses Verhalten wäre inakzeptabel und eine Schande für unser Land und unsere Demokratie.

Und der Verlierer des Abends, die CDU, wird wohl mitregieren können.

Die SPD hat ordentlich verloren, aber kann sich damit trösten, stärkste Kraft zu sein.

Es wird also wieder eine große Koalition geben.

Es war ein gigantischer Achtungserfolg für die AfD.

Aber es geht weiter wie bisher und unser Land hat nicht mehr viel Zeit, umzusteuern (das hat man Samstag wieder gesehen).

 

Die Bürger müssen sich entscheiden, ob sie lieber lethargisch bleiben und nicht hinsehen wie am Samstag bei unserer Veranstaltung, oder ob sie hingehen, anders wählen und sich einmischen.

Aber dann muss das Ergebnis für die etablierten Parteien so desaströs sein, dass sie es sich beim besten Willen nicht mehr schön reden können.

Der Stachel muss sitzen, sonst wird sich nur kurz geschüttelt.

 

Liebe Wolfsburger, gehen Sie zur Wahl, bringen Sie sich ein. Kommen sie zu unseren Veranstaltungen, damit die Krakeler in der Minderheit sind.

Und schauen Sie hin, was sich bei Versammlungen zuträgt.

Wer hat Argumente und wer bringt „Kackhaufen“ mit?

Wer „begleitet“ Bürger nach Hause und nennt 60 Jährige Damen „Scheiß Votzen“?

Wer singt vor der Tür „Deutschland verrecke“?

 

Ja, dieses Wochenende war sehr ereignisreich. Mit guten wie mit schlechten Anteilen.

Ich möchte darauf hoffen, dass die Bürger ihre Stimme nutzen um auch in Wolfsburg ein deutliches Zeichen des Wandels zu setzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Schlick                              05.09.2016 

 

Update:

 

Gestern schilderte mir eine unserer Damen, die den Abend den Eingang im Auge hatte, dass sie mit dem Auto verfolgt wurde.

Sie konnte die 4 Leute, die ihr eine ganze Zeit lang nachfuhren abhängen in dem sie auf die Autobahn fuhr und danach abrupt wieder abfuhr und dann ein paar kleinere Straßen rechts/ links entlangfuhr.

Es ist unglaublich, was hier abgeht. Was wollten diese 4 von Ihr?Ihr die Meinungsfreiheit und Toleranz ins Gehirn treten?

Ich sag´s aber auch ganz deutlich, ein Anruf und wir wären ihr zu Hilfe gekommen.

Glaubt nicht, dass wir hier in Köln sind!

 

Weiteres Update:

 

Die vielen bereichernden Kommentare unter dem Artikel der Wolfsburger Nachrichten auf Facebook sind wirklich lesenswert!

Da zeigen die überheblichen Neubürger, wie sie geeicht sind!

Unbedingt ansehen!!!

Entsprechendes haben wir auch auf unserer Facebook-Seite erhalten, aber inzwischen ausgeblendet. Nur beleidigend, anscheinend total "Schwanz-fixiert" und peinlich.

"Komm mal ohne Polizei nach Westhagen" war noch das sachlichste, was man da lesen konnte.

 

Traurig. Das soll unsere Zukunft sein???

2016 09 01 Meine Mail an Herrn Erb.pdf
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2016 09 05 Mailverkehr Absage.pdf
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Centro Italiano_AfD.pdf
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