Kommentar zum Artikel im Wolfsburger Kurier vom 15.11.2015- neuer Leiter im Polizei-Amt Einsatz:

Im Wolfsburger Kurier vom 15.11.2015 wurde der neue Leiter des Amtes "Einsatz" der Polizei Wolfsburg vorgestellt. 


http://www.wolfsburger-kurier.de/ausgaben/2015-11-15_hgjrht.pdf


Darin äußert sich der neue Amtsleiter Sinngemäß so, dass er froh über die unpolitische Haltung der Wolfsburger ist, weil dann wenigstens keine Pegida/ Bragida auf den Straßen Wolfsburgs ist.


Dazu ein Kommentar von Thomas Schlick:

Ich finde es meist bedenklich, wenn sich der Leiter einer öffentlichen Einrichtung in seiner dienstlichen Funktion  politisch äußert und die eine- oder andere politische Position verteidigt oder kritisiert.

Ich denke, es gehört sich nicht, Partei zu ergreifen, wenn man im Dienste des Staates steht, der ja neutral zu sein hat und niemanden wegen seiner persönlichen oder politischen Weltanschauung benachteiligen oder bevorzugen darf.

Ist es manchmal sogar im privaten Bereich angezeigt, sich mit Verurteilungen zurück zu halten, so gebietet sich das erst recht bei Äußerungen in der Öffentlichkeit z.B. bei Interviews.

Was sich bei dem Interview des neuen Leiters des Amtes „Einsatz“ der Wolfsburger Polizei gegenüber dem Kurier zugetragen hat, ist aber in der Tat traurig.

Hier wurde ganz klar Partei ergriffen gegen eine Bürgerbewegung, die Pegida, die sich im Rahmen der demokratischen Grundsätze bewegt und seit Monaten friedlich demonstriert.

Im Kurier vom 15.November 2015 lobt der neue Mann, dass die Wolfsburger glücklicherweise so schön unpolitisch sind und bisher keine Demos wie in Dresden bei Pegida oder in Braunschweig bei Bragida ins Leben gerufen haben.

Die Pegida nennt er denn auch „fremdenfeindlich“.

Wie soll man jetzt darüber denken, wie die Arbeit des neuen Leiters ausgerichtet sein wird?

Gerade die Polizei genießt ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung, weil sie das Recht schützt und durchsetzt, ohne Ansehen der Person und ohne einen Blick ins Parteibuch. Die Äußerungen von Herrn Meyer lassen dagegen ahnen, dass er ideologisch voreingenommen oder zumindest unbedarft an seine neue Aufgabe herangehen wird.

Das wirft de Frage auf, wie man in leitende Positionen in diesem Land kommt und welche politische Einstellung man wohl dafür braucht.

Zu den Pegida und Bragida- Demos darf man als Beobachter ohne weiteres bemerken, dass die Gewalt beständig vom linksextremen Milieu ausgeht. Die Pegida- Bewegung ist laut Positionspapier als islam-kritisch aber nicht als fremdenfeindlich einzustufen. Beleg dafür ist, dass bereits mehrfach Redner dort aufgetreten sind, die einen Migrationshintergrund haben oder aus dem Ausland stammen.

Analysiert ist die Einstellung der Wolfsburger Bürger allerdings korrekt.

Die Menschen in Wolfsburg sind meist wenig politisch interessiert.

Dies ist aber nicht unbedingt begrüßenswert. Schließlich sollten die Bürger sich für ihre Gesellschaft begeistern, interessieren und einbringen. Dazu gehört natürlich auch dass man sich politisch mit seiner Meinung und seinen Neigungen einbringt.

Dies ist doch grundsätzlich zu begrüßen, gerade weil in letzter Zeit die Politikverdrossenheit stark zugenommen hat und die Zahl der Nichtwähler bundesweit immer weiter steigt.

Dem entgegen zu wirken müsste das Bestreben der Volksvertreter sein.

Sich über die mangelnde Begeisterung, in politischen Fragen das Leben mitgestalten zu wollen, zu freuen, weil man dann einen leichteren Job hat, ist aber wohl nicht der richtige Ansatz.

Bleibt zu hoffen, dass es ein unglückliches und misslungenes Interview zum Einstand war und der Herr bei seiner Arbeit fair und unvoreingenommen seine Abteilung leiten kann. Wir wünschen Ihm dabei viel Glück.


Thomas Schlick, AfD Wolfsburg

 

Link zum Artikel:

 

http://www.wolfsburger-kurier.de/ausgaben/2015-11-15_hgjrht.pdf